Vergleich
DMDE-Alternative für Kamerakarten
Ein Werkzeugkasten für Fachleute gegen ein Werkzeug für einen einzigen Fall.
Die kurze Antwort
DMDE kann den Datenträger bearbeiten. Wir öffnen ihn nur lesend.
DMDE ist nach eigener Projektbeschreibung Disk-Editor, Partitionsmanager, RAID-Konstruktor und Datenrettung in einem Programm. Es nennt FAT, exFAT, NTFS, ReFS, ext2/3/4, HFS+, APFS und btrfs und läuft unter Windows, Linux, macOS und DOS. Diese Breite ist echt, und wir erreichen sie nicht. File Recovery Hero macht eine Sache: exFAT, NTFS, FAT16/FAT32 und unkomprimierte Images lesen, Fotos, Videos und Audio suchen und jeden Fund gegen die Formatstruktur prüfen, bevor er als gerettet gilt. Wer einen Hexeditor braucht, ist bei DMDE richtig.
01 / Abgrenzung
Wann DMDE das richtige Werkzeug ist
Diese Liste steht hier, damit du nicht bei uns landest, wenn dein Fall woanders hingehört. In allen sechs Punkten ist DMDE die bessere Wahl.
- Dein Dateisystem ist ext4, APFS, HFS+, btrfs oder ReFS — DMDE nennt sie alle, wir nicht.
- Du willst einen RAID-Verbund virtuell zusammensetzen; dafür bringt DMDE einen eigenen Konstruktor mit.
- Eine Partition ist verschwunden und soll aus Bootsektoren oder deren Sicherungskopien zurückgeholt werden.
- Du willst Sektoren von Hand ansehen oder ändern und brauchst einen echten Disk-Editor mit Vorlagen.
- Du arbeitest unter Linux oder DOS — dort läuft DMDE, unsere App nicht.
- Du hast überschaubar viele Dateien in einem Ordner: bis zu 4000 rettet DMDE ohne Bezahlung.
02 / Unterschied
Was sich sachlich unterscheidet
Die Gegenüberstellung nennt nur Eigenschaften, die das DMDE-Projekt selbst dokumentiert. Preise stehen bewusst nicht in der Tabelle, weil sie sich ändern; eigene Messwerte über fremde Software gibt es hier nicht.
Die letzte Zeile ist der eigentliche Unterschied. DMDE beschreibt Schreibfunktionen ausdrücklich: Der Disk-Editor sperrt beim Schreiben in Volume-Bereiche automatisch das Volume, der Partitionsmanager stellt gelöschte Partitionen wieder her, das Klonwerkzeug schreibt Images auf Datenträger zurück. Das ist mächtig und in geübten Händen genau richtig. Unsere App hat diese Fähigkeit nicht — der Quelldatenträger wird auf beiden Plattformen ausschließlich lesend geöffnet, auch beim Zugriff auf ein Rohgerät.
| Eigenschaft | DMDE | File Recovery Hero |
|---|---|---|
| Ausrichtung | Disk-Editor mit Datenrettung | Medienrettung von Kamerakarten |
| Betriebssysteme | Windows, Linux, macOS, DOS | macOS und Windows |
| Dateisysteme | FAT, exFAT, NTFS, ReFS, ext2/3/4, HFS+, APFS, btrfs | exFAT, NTFS, FAT16/FAT32 und unkomprimierte Images |
| Bedienung | Fachoberfläche mit Sektoransicht | Geführte Oberfläche in vier Sprachen |
| Kostenlos nutzbar | Bis 4000 Dateien aus einem Ordner | Scan und Vorschau, Rettung mit Lizenz |
| Prüfung vor Erfolgsmeldung | Nicht als Funktion beschrieben | Demuxing und Decoding, .UNVERIFIED |
| Zugriff auf die Quelle | Schreiben ausdrücklich vorgesehen | Ausschließlich lesend geöffnet |
03 / Freigrenze
Was die kostenlose Grenze praktisch bedeutet
DMDE rettet ohne Bezahlung bis zu 4000 Dateien aus einem ausgewählten Ordner, und das beliebig oft. Das ist großzügig und für viele Fälle die ganze Lösung. Die Bedingung steht allerdings im Nebensatz: aus einem Ordner.
Kamerakarten sind genau der Fall, in dem dieser Nebensatz zählt. Eine Kamera legt ihre Aufnahmen typischerweise über mehrere Ordner an, die beim Erreichen einer Zählgrenze umbrechen. Wer 6000 Bilder aus vier Ordnern sucht, arbeitet die Ordner also nacheinander ab. Das ist Handarbeit, kein Hindernis — man sollte es nur vorher wissen.
Unser kostenloser Modus ist anders geschnitten: Scan und Vorschau kosten nichts, unabhängig von der Menge; die Lizenz wird für den Export gebraucht. Beide Modelle laufen auf dasselbe hinaus — du siehst vor dem Bezahlen, ob überhaupt etwas zu holen ist.
04 / Zusammenspiel
Der gemeinsame Nenner ist das Abbild
DMDE bringt ein Werkzeug zum Erstellen von Images und Klonen mit und kann dabei mit Lesefehlern umgehen. Das ist der Punkt, an dem sich beide Programme treffen: Ein unkomprimiertes Abbild ist der sicherste Zustand, den ein angeschlagener Datenträger erreichen kann.
Unsere App liest solche Abbilder direkt. Wer mit DMDE ein Image zieht, kann es anschließend bei uns öffnen, ohne die Karte noch einmal anzufassen.
- 1
Zieh ein unkomprimiertes Abbild der Karte, solange sie sich überhaupt lesen lässt.
- 2
Leg das Abbild auf einen anderen Datenträger als die Quelle und rühr das Original danach nicht mehr an.
- 3
Untersuche das Abbild: mit DMDE, wenn die Struktur das Problem ist — mit uns, wenn es um Fotos, Videos und Audio geht.
- 4
Prüfe zum Schluss die geretteten Dateien. Ein Dateiname beweist nicht, dass ein Clip über seine volle Laufzeit dekodiert.
Installiere kein Recovery-Programm auf dem betroffenen Datenträger und exportiere nie auf die Quelle. Wer Schreibfunktionen benutzt, sollte vorher ein Abbild weggelegt haben.
Quellen und technische Hinweise
Häufige Fragen
Ist DMDE nicht ohnehin mächtiger als eure App?
In der Breite ja, ohne Einschränkung. DMDE deckt mehr Dateisysteme ab, läuft auf mehr Betriebssystemen und kann Dinge, die wir bewusst nicht können — Partitionen wiederherstellen, RAID zusammensetzen, Sektoren bearbeiten. Unsere Software ist enger und dafür in ihrem Ausschnitt geführt: Karte anschließen, Medien suchen, jeden Fund prüfen.
Kann ich DMDE einfach ausprobieren?
Ja, und das ist eine faire Empfehlung. Bis zu 4000 Dateien aus einem Ordner kosten nichts, und die Zahl der Versuche ist nicht begrenzt. Wenn das deinen Fall löst, brauchst du uns nicht.
Warum bietet ihr keinen Disk-Editor an?
Weil ein Editor schreiben können muss und wir auf den Quelldatenträger grundsätzlich nicht schreiben. Diese Entscheidung kostet uns Funktionen. Sie ist zugleich der Grund, warum ein Scan mit unserer App den Zustand deiner Karte nicht verändern kann.
Öffnet eure App die Abbilder, die DMDE erzeugt?
Unkomprimierte Abbilder im Rohformat öffnen wir direkt — die üblichen Endungen IMG, DD, RAW und BIN. Komprimierte oder in ein herstellereigenes Format geschriebene Abbilder lesen wir nicht; die müsstest du vorher in ein Rohformat zurückschreiben.
Erst einschätzen, was die Karte hergibt.
Ein paar Angaben zu deinem Fall reichen für eine ehrliche Einschätzung der Rettungschance.