Kameras für die Sony XAVC-Karte
Sony M4ROOT/SUB-Proxys fehlen
Wie gehe ich bei „Sony M4ROOT/SUB-Proxys fehlen“ sicher vor?
Kurzantwort
Meist kein Rettungsfall: SUB-Proxys entstehen nur, wenn die Proxy-Aufnahme in der Kamera eingeschaltet war, und für die Originale braucht man sie nicht. Prüfe zuerst diese Menüeinstellung und spiele die CLIP-Originale ab. Nur wenn Proxys nachweislich gelöscht wurden, lohnt ein Nur-Lese-Scan.
Der Befund
Originale sind vorhanden, die kleineren SUB-Mediendateien fehlen.
Fehlende Proxys sind selten ein Verlustfall. Die kleinen SUB-Dateien entstehen nur, wenn die Proxy-Aufnahme im Kameramenü eingeschaltet war; ohne diese Einstellung hat es sie nie gegeben. Für die Originale im CLIP-Ordner braucht man sie ohnehin nicht, sie sind nur eine bequeme Arbeitsfassung.
01 / Einordnen
Was wahrscheinlich passiert ist
Sony schreibt die Proxy-Fassung parallel zum Original in einen eigenen Unterordner. Ist dieser Ordner leer, war entweder die Funktion ausgeschaltet, oder die Dateien wurden später gelöscht, etwa beim Aufräumen nach dem Schnitt. Die Originale sind davon nicht betroffen, weil sie getrennt geschrieben und getrennt verwaltet werden. Der Blick ins Menü klärt das schneller als jeder Scan.
Prüfe den letzten Pfad, Zielordner und Backups. Schreibe nichts auf den betroffenen Datenträger.
02 / Sofortmaßnahmen
So schützt du die verbliebenen Daten
- 1
Sieh zuerst im Kameramenü nach, ob die Proxy-Aufnahme beim Dreh überhaupt eingeschaltet war; ohne sie gibt es nichts zu retten.
- 2
Spiele danach die Originale im CLIP-Ordner ab und sichere sie auf ein anderes Laufwerk, solange sie vollständig vorhanden sind.
- 3
Erzeuge fehlende Arbeitsfassungen bei Bedarf einfach neu aus den Originalen, statt die Karte dafür zu durchsuchen.
- 4
Nur wenn Proxys nachweislich gelöscht wurden und gebraucht werden, scanne die Karte am Kartenleser nur lesend nach MP4.
Stell die Karte nicht auf den Kopf, solange die Originale noch ungesichert sind: Eine Suche nach kleinen Proxydateien bringt wenig, wenn dabei Zeit vergeht, in der weiter gefilmt wird. Formatieren, um die Ordnerstruktur neu anzulegen, hilft ebenfalls nicht.
03 / Scan
Die Methode muss zur Quelle passen
Für stabil lesbares exFAT, NTFS und FAT16/FAT32 oder unkomprimierte IMG-, DD-, RAW- und BIN-Images.
Die Formatstruktur wird geprüft. Unbestätigte Exporte tragen .UNVERIFIED.
Proxys, die nie aufgenommen wurden, kann keine Software finden. Und eine Arbeitsfassung ersetzt das Original nicht: Ihre Auflösung reicht für Sichtung und Schnittvorbereitung, nicht für die fertige Ausgabe eines Projekts. Gelöschte Proxys sind zudem klein und werden früh überschrieben.
04 / Ergebnis
Woran du eine brauchbare Wiederherstellung erkennst
Der Fall ist erledigt, wenn alle Originalclips gesichert sind und vollständig abspielen. Gerettete oder neu berechnete Arbeitsfassungen erkennst du daran, dass sie dieselbe Länge und dasselbe Bild wie das Original zeigen, nur in kleinerer Auflösung und Dateigröße. Erst dann kannst du die Karte wieder einsetzen.
Bewahre die Quelle bis zu zwei geprüften Kopien auf. Eine Vorschau allein genügt nicht.
Quellen und technische Hinweise
Häufige Fragen
Fragen zu diesem Fall
Kann die Sony XAVC-Karte in diesem Fall gerettet werden?+
Fehlende Proxys sind selten ein Verlustfall. Die kleinen SUB-Dateien entstehen nur, wenn die Proxy-Aufnahme im Kameramenü eingeschaltet war; ohne diese Einstellung hat es sie nie gegeben. Für die Originale im CLIP-Ordner braucht man sie ohnehin nicht, sie sind nur eine bequeme Arbeitsfassung. Entscheidend bleibt, was auf der Quelle noch lesbar ist.
Was sollte ich vor dem Scan vermeiden?+
Stell die Karte nicht auf den Kopf, solange die Originale noch ungesichert sind: Eine Suche nach kleinen Proxydateien bringt wenig, wenn dabei Zeit vergeht, in der weiter gefilmt wird.
Wird auf meine Speicherkarte geschrieben?+
Deine Speicherkarte wird nur gelesen. Nichts wird darauf gespeichert.
Woran erkenne ich ein vollständiges Ergebnis?+
Der Fall ist erledigt, wenn alle Originalclips gesichert sind und vollständig abspielen.