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Soforthilfe für die exportierten Mediendateien

Gerettete Dateien lassen sich nicht öffnen

Warum öffnet kein Programm die Dateien, die der Rettungsscan exportiert hat?

Kurzantwort

Meist ist der Fund unvollständig, nicht bloß unlesbar: Er kann nur den Dateikopf enthalten, falsche Grenzen haben, Stücke verloren haben oder einen beschädigten Container tragen. Lass die Quelle unverändert, prüf Größe, Datenströme, Laufzeit und vollständige Dekodierung und repariere nur eine Kopie, wenn die Mediendaten tatsächlich vorhanden sind.

Der Befund

Der Scan hat Dateien mit vertrauten Endungen exportiert, doch Programme weisen sie ab.

Meist ist der Fund unvollständig, nicht bloß unlesbar: Er kann nur den Dateikopf enthalten, falsche Grenzen haben, Stücke verloren haben oder einen beschädigten Container tragen. Lass die Quelle unverändert, prüf Größe, Datenströme, Laufzeit und vollständige Dekodierung und repariere nur eine Kopie — und nur dann, wenn die eigentlichen Mediendaten tatsächlich vorhanden sind.

01 / Einordnen

Was wahrscheinlich passiert ist

Beginne mit der Dateigröße: Ein paar Kilobyte bedeuten, dass nur ein Dateikopf gefunden wurde; eine plausible Größe spricht für echte Mediendaten dahinter. Öffne dann die aussichtsreichen Funde in einem Player oder Bildprogramm, das Details anzeigt, und notiere Laufzeit, Auflösung und die Stelle, an der die Dekodierung abbricht. Ein Video, das Ton, aber kein Bild zeigt, oder ein Foto, das ab der Mitte grau wird, ist ein anderer Befund als eine Datei, die gar nicht öffnet. Vergleiche außerdem mit einer intakten Aufnahme derselben Kamera und Einstellung — deren Größe und Laufzeit zeigen, wie viel fehlt.

Ohne Verzeichnisinformationen muss ein Scan anhand der Dateisignatur schätzen, wo eine Datei endet. Er kann zu früh aufhören und ein Bruchstück liefern, zu weit laufen und fremde Daten anhängen oder ein Stück überspringen, wenn die Datei in mehreren Teilen auf der Karte lag. Bei MP4 und MOV muss zusätzlich der Index vorhanden sein, das moov-Atom; fehlt er, spielt nichts ab, obwohl die Bild- und Tondaten vollständig sein können. Rettungsprogramme benennen ihre Funde nach der gefundenen Signatur, deshalb stimmt die Endung auch dann, wenn der Inhalt dahinter unvollständig ist.

Prüfe den letzten Pfad, Zielordner und Backups. Schreibe nichts auf den betroffenen Datenträger.

02 / Sofortmaßnahmen

So schützt du die verbliebenen Daten

  1. 1

    Lass die Quellkarte oder das Quelllaufwerk unberührt, damit sich der Scan später mit anderen Einstellungen wiederholen lässt.

  2. 2

    Sortiere die Funde nach Größe: Wenige Kilobyte heißen nur Dateikopf, eine plausible Größe spricht für echte Mediendaten.

  3. 3

    Öffne die aussichtsreichen Funde in einem Programm, das Datenströme anzeigt, und notiere Laufzeit, Auflösung und Abbruchstelle.

  4. 4

    Kopiere diese Funde noch einmal und gib nur die Kopien an ein Reparaturwerkzeug; der Export aus dem Scan bleibt unverändert.

Jetzt vermeiden

Benenne die Funde nicht um und ändere keine Endungen in der Hoffnung, dass ein anderes Programm sie öffnet — am Inhalt ändert das nichts. Lass keine Reparatursoftware direkt auf die exportierte Datei los: Sie kann den intakten Teil überschreiben und nichts zum Weiterarbeiten übrig lassen. Und formatiere die Quelle nicht, solange nicht klar ist, ob ein zweiter Scan bessere Funde liefert.

03 / Scan

Die Methode muss zur Quelle passen

Für stabil lesbares exFAT, NTFS und FAT16/FAT32 oder unkomprimierte IMG-, DD-, RAW- und BIN-Images.

Die Formatstruktur wird geprüft. Unbestätigte Exporte tragen .UNVERIFIED.

File Recovery Hero findet Fotos, Videos und Audio auf lesbaren exFAT-, NTFS-, FAT16- und FAT32-Datenträgern und in unkomprimierten IMG-, DD-, RAW- und BIN-Images ausschließlich lesend und prüft die Formatstruktur der Funde. Exporte, die es nicht bestätigen konnte, tragen die Kennzeichnung .UNVERIFIED — sie brauchen die Prüfung dieser Seite zuerst. Überschriebene Daten ersetzt weder ein zweiter Scan noch eine Reparatur.

Rohdatenträger, MBR/GPT und Produktgrenzen im Detail

04 / Ergebnis

Woran du eine brauchbare Wiederherstellung erkennst

Ein Fund gilt erst als gerettet, wenn er vollständig dekodiert: Fotos in voller Auflösung ohne graue Flächen oder Versatz, Videos bis zum Ende mit Bild und Ton, Audio ohne Aussetzer über die ganze Laufzeit. Stimmen Größe und Laufzeit ungefähr mit einer intakten Aufnahme derselben Einstellung überein, ist der Fund vollständig; ist er deutlich kürzer, fehlt der Rest, und eine Reparatur kann ihn nicht ersetzen.

Bewahre die Quelle bis zu zwei geprüften Kopien auf. Eine Vorschau allein genügt nicht.

Quellen und technische Hinweise

Häufige Fragen

Fragen zu diesem Fall

Können die exportierten Mediendateien in diesem Fall gerettet werden?+

Meist ist der Fund unvollständig, nicht bloß unlesbar: Er kann nur den Dateikopf enthalten, falsche Grenzen haben, Stücke verloren haben oder einen beschädigten Container tragen. Lass die Quelle unverändert, prüf Größe, Datenströme, Laufzeit und vollständige Dekodierung und repariere nur eine Kopie — und nur dann, wenn die eigentlichen Mediendaten tatsächlich vorhanden sind. Entscheidend bleibt, was auf der Quelle noch lesbar ist.

Was sollte ich vor dem Scan vermeiden?+

Benenne die Funde nicht um und ändere keine Endungen in der Hoffnung, dass ein anderes Programm sie öffnet — am Inhalt ändert das nichts.

Wird auf meine Speicherkarte geschrieben?+

Deine Speicherkarte wird nur gelesen. Nichts wird darauf gespeichert.

Woran erkenne ich ein vollständiges Ergebnis?+

Ein Fund gilt erst als gerettet, wenn er vollständig dekodiert: Fotos in voller Auflösung ohne graue Flächen oder Versatz, Videos bis zum Ende mit Bild und Ton, Audio ohne Aussetzer über die ganze Laufzeit.

Stopp! Deine Daten sindweg.Wieder da!

Erst kostenlos scannen, dann entscheiden.

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