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Recovery-Methode für die Systemfestplatte des betroffenen Rechners

Boot-Stick zur Datenrettung: wann er hilft und wann nicht

Brauche ich einen bootfähigen USB-Stick für die Datenrettung?

Kurzantwort

Nur, wenn die verlorenen Dateien auf dem Systemlaufwerk liegen und du nicht anders herankommst: Ein laufendes Betriebssystem schreibt ständig Protokolle, Auslagerung und Updates auf genau diese Platte. Liegen die Daten auf Speicherkarte, USB-Stick oder externer Platte, genügt ein anderer Rechner. File Recovery Hero ist kein startfähiges Rettungssystem.

Der Befund

Die betroffene Platte ist zugleich die, von der der Rechner startet.

Ein Boot-Stick ist kein Rettungsprogramm, sondern eine Umgehung: Er startet ein zweites Betriebssystem, damit das erste nicht laufen muss. Sinnvoll ist er in genau einem Fall — die verlorenen Dateien liegen auf dem Systemlaufwerk, und du kommst an das Laufwerk nicht anders heran. Liegen sie dagegen auf einer Speicherkarte, einem USB-Stick oder einer externen Platte, ist der einfachere und sicherere Weg, das Medium abzuziehen und an einem zweiten Rechner rein lesend zu untersuchen. Bei einem Desktop ist oft auch der Ausbau der Platte der kürzere Weg: angeschlossen an ein anderes System ist sie eine gewöhnliche zweite Platte, ohne Startvorgang und ohne Schreibzugriffe.

01 / Einordnen

Was wahrscheinlich passiert ist

Frage dich zuerst, welches Laufwerk betroffen ist. Ist es nicht das Startlaufwerk, brauchst du kein Boot-Medium — dann reicht es, das betroffene Gerät abzuziehen und den Rechner normal zu benutzen. Ist es das Startlaufwerk, entscheidet die Bauform: Bei einem Desktop oder einem Notebook mit zugänglicher Platte ist der Ausbau meist schneller und schreibt garantiert nichts; ist die Platte fest verlötet, bleibt der Weg über ein Live-System vom Stick.

Ein laufendes Betriebssystem schreibt fortwährend auf sein eigenes Laufwerk, ohne dass jemand etwas tut: Protokolldateien, Auslagerung, Suchindex, Updates. Jeder dieser Schreibvorgänge kann Bereiche belegen, in denen noch Reste der gelöschten Dateien lagen. Deshalb kostet allein das Weiterarbeiten am betroffenen Rechner Rettungschance — unabhängig davon, welches Programm später zum Einsatz kommt.

Prüfe den letzten Pfad, Zielordner und Backups. Schreibe nichts auf den betroffenen Datenträger.

02 / Sofortmaßnahmen

So schützt du die verbliebenen Daten

  1. 1

    Kläre, ob das Startlaufwerk betroffen ist; wenn nicht, zieh das betroffene Medium ab und lass den Rechner in Ruhe.

  2. 2

    Fahre den Rechner herunter, sobald das Startlaufwerk betroffen ist, statt ihn „noch schnell“ weiterzubenutzen.

  3. 3

    Bau die Platte aus und schließe sie an einen zweiten Rechner an, wenn die Bauform das zulässt.

  4. 4

    Erstelle mit dem Live-System oder am zweiten Rechner zuerst ein unkomprimiertes Abbild auf ein anderes physisches Laufwerk.

Jetzt vermeiden

Erstelle den Boot-Stick nicht auf dem betroffenen Rechner und lade das Abbild nicht dorthin herunter. Speichere gerettete Dateien niemals auf dasselbe Laufwerk, von dem gerade gerettet wird. Starte den betroffenen Rechner nicht wiederholt, um zu sehen, „ob die Dateien wieder da sind“.

03 / Scan

Die Methode muss zur Quelle passen

Für stabil lesbares exFAT, NTFS und FAT16/FAT32 oder unkomprimierte IMG-, DD-, RAW- und BIN-Images.

Die Formatstruktur wird geprüft. Unbestätigte Exporte tragen .UNVERIFIED.

File Recovery Hero ist eine Anwendung für macOS und Windows, kein startfähiges Rettungssystem und kein Live-Stick. Untersucht werden lesbare exFAT/NTFS/FAT16/FAT32-Datenträger sowie unkomprimierte IMG-, DD-, RAW- und BIN-Images, ausschließlich lesend. Ein Abbild, das anderswo erstellt wurde, ist dabei eine gültige Quelle. Physische Defekte und verschlüsselte Laufwerke gehören nicht dazu.

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04 / Ergebnis

Woran du eine brauchbare Wiederherstellung erkennst

Öffne jede zurückgeholte Datei vollständig, am besten schon auf dem zweiten Rechner. Prüfe bei Video zusätzlich, ob die Laufzeit zur Erwartung passt: Eine Datei, die sich öffnen lässt und nach zwölf Sekunden endet, obwohl zwei Minuten aufgenommen wurden, ist kein Erfolg.

Bewahre die Quelle bis zu zwei geprüften Kopien auf. Eine Vorschau allein genügt nicht.

Quellen und technische Hinweise

Häufige Fragen

Fragen zu diesem Fall

Kann die Systemfestplatte des betroffenen Rechners in diesem Fall gerettet werden?+

Ein Boot-Stick ist kein Rettungsprogramm, sondern eine Umgehung: Er startet ein zweites Betriebssystem, damit das erste nicht laufen muss. Sinnvoll ist er in genau einem Fall — die verlorenen Dateien liegen auf dem Systemlaufwerk, und du kommst an das Laufwerk nicht anders heran. Liegen sie dagegen auf einer Speicherkarte, einem USB-Stick oder einer externen Platte, ist der einfachere und sicherere Weg, das Medium abzuziehen und an einem zweiten Rechner rein lesend zu untersuchen. Bei einem Desktop ist oft auch der Ausbau der Platte der kürzere Weg: angeschlossen an ein anderes System ist sie eine gewöhnliche zweite Platte, ohne Startvorgang und ohne Schreibzugriffe. Entscheidend bleibt, was auf der Quelle noch lesbar ist.

Was sollte ich vor dem Scan vermeiden?+

Erstelle den Boot-Stick nicht auf dem betroffenen Rechner und lade das Abbild nicht dorthin herunter.

Wird auf meine Speicherkarte geschrieben?+

Deine Speicherkarte wird nur gelesen. Nichts wird darauf gespeichert.

Woran erkenne ich ein vollständiges Ergebnis?+

Öffne jede zurückgeholte Datei vollständig, am besten schon auf dem zweiten Rechner.

Stopp! Deine Daten sindweg.Wieder da!

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