Kameras für SD-Karte und Backup-Platte
Backup fehlt nach dem Shooting: Welches Medium zuerst prüfen?
Was tun, wenn das Backup eines Shootings fehlt?
Kurzantwort
Zuerst die Sicherungsplatte durchsuchen, dann die Karte scannen, nicht umgekehrt: Prüfe Zielpfad, Papierkorb und Suchindex, denn oft wurde nur in einen falschen Ordner kopiert oder ein Verschieben unterbrochen. Fehlen die Dateien wirklich, bietet die seitdem unbenutzte Speicherkarte meist bessere Chancen als die aktiv genutzte SSD.
Der Befund
Die vermeintlich kopierten Aufnahmen sind auf der Sicherungsplatte nicht vorhanden.
Die vermeintlich kopierten Aufnahmen sind auf der Sicherungsplatte nicht vorhanden. Solange der ursprüngliche Datenträger nicht weiter beschrieben wurde, können auf SD-Karte und Backup-Platte noch verwertbare Dateisystemspuren oder Datenbereiche vorhanden sein. Ein nur lesender Scan kann den Zustand prüfen; ein Ergebnis lässt sich vor dieser Analyse nicht versprechen.
01 / Einordnen
Was wahrscheinlich passiert ist
Der Zielpfad kann falsch gewesen sein oder ein Verschieben wurde unterbrochen. Eine seitdem unbenutzte Speicherkarte bietet oft bessere Chancen als eine aktiv genutzte SSD. Prüfe bei SD-Karte und Backup-Platte zuerst, ob nur ein Pfad, Ordner oder Laufwerksname fehlt oder ob die Aufnahme wirklich gelöscht wurde. Diese Unterscheidung bestimmt den nächsten sicheren Schritt.
Prüfe den letzten Pfad, Zielordner und Backups. Schreibe nichts auf den betroffenen Datenträger.
02 / Sofortmaßnahmen
So schützt du die verbliebenen Daten
- 1
Entnimm oder trenne SD-Karte und Backup-Platte und verhindere weitere Schreibzugriffe.
- 2
Notiere Gerät, Datum und die letzte Aktion vor dem Verlust, damit sich Funde später zuordnen lassen.
- 3
Prüfe bekannte Zielordner, Backups und Papierkorb, ohne etwas auf der Quelle wiederherzustellen.
- 4
Speichere jeden Fund ausschließlich auf dem internen Speicher oder einem zweiten Laufwerk.
Prüfe Ziel, Papierkorb und Suchindex. Danach scanne zuerst die unbenutzte Speicherkarte. Starte außerdem keine Testaufnahme und bestätige weder Formatierung noch Dateisystemreparatur.
03 / Scan
Die Methode muss zur Quelle passen
Für stabil lesbares exFAT, NTFS und FAT16/FAT32 oder unkomprimierte IMG-, DD-, RAW- und BIN-Images.
Die Formatstruktur wird geprüft. Unbestätigte Exporte tragen .UNVERIFIED.
Bereits überschriebene Bereiche und physisch nicht mehr lesbare Speicherzellen lassen sich nicht durch Software rekonstruieren. Bei wiederholten Abbrüchen oder auffälliger Wärme ist ein Labor der sicherere Weg.
04 / Ergebnis
Woran du eine brauchbare Wiederherstellung erkennst
Prüfe gerettete Dateien aus SD-Karte und Backup-Platte vollständig: plausible Größe, passendes Format und Lesbarkeit vom Anfang bis zum Ende. Eine Vorschau oder ein erhaltener Dateiname allein reicht nicht.
Bewahre die Quelle bis zu zwei geprüften Kopien auf. Eine Vorschau allein genügt nicht.
Quellen und technische Hinweise
Häufige Fragen
Fragen zu diesem Fall
Können SD-Karte und Backup-Platte in diesem Fall gerettet werden?+
Die vermeintlich kopierten Aufnahmen sind auf der Sicherungsplatte nicht vorhanden. Solange der ursprüngliche Datenträger nicht weiter beschrieben wurde, können auf SD-Karte und Backup-Platte noch verwertbare Dateisystemspuren oder Datenbereiche vorhanden sein. Ein nur lesender Scan kann den Zustand prüfen; ein Ergebnis lässt sich vor dieser Analyse nicht versprechen. Entscheidend bleibt, was auf der Quelle noch lesbar ist.
Was sollte ich vor dem Scan vermeiden?+
Prüfe Ziel, Papierkorb und Suchindex.
Wird auf meine Speicherkarte geschrieben?+
Deine Speicherkarte wird nur gelesen. Nichts wird darauf gespeichert.
Woran erkenne ich ein vollständiges Ergebnis?+
Prüfe gerettete Dateien aus SD-Karte und Backup-Platte vollständig: plausible Größe, passendes Format und Lesbarkeit vom Anfang bis zum Ende.